Donnerseele - Viatores

05. März 2021

Wer hat eigentlich gesagt, dass spirituelle Musik immer soft und entspannend sein muss? Die Musik der Viatores - einem Projekt von Männern aus dem Umfeld des Arun Verlages - ist dagegen eher wie ein reinigendes Gewitter. Trommeln voller Kraft und Dynamik führen uns in den einzelnen Tracks in die Energie der männlichen Archetypen: Krieger, Magier, Liebhaber, König, Narr, Grüner Mann, Jäger, Sammler und Weiser tanzen um ein großes Feuer, schwitzen, schreien und lachen gemeinsam, laden jeden Mann ein, sich zu ihnen zu gesellen und diesen Ausdruck männlicher Spiritualität zu genießen.


Djembe, Darbuka, Cajon und Rasseln mischen sich mit Floor-Toms und Handclaps, mit schamanischem Gesang, mit heiserem Rufen und druidischen Mantren. Die Trommeln drängen, fließen, treiben, fliegen wie Wolken über den Himmel, donnern und blitzen, branden wie Wellen an eine schroffe Küste, singen das Lied der Seele und atmen den Duft fruchtbarer Erde.
Man kann den Spaß hören, die Energie fühlen, die leidenschaftliche Verbindung des eigenen Herzens zu etwas unbeschreiblich Größerem erahnen

Der gekränkte Mann als Gefahr

20. September 2020

Gewalt, Alkoholismus, Suizid, Rechtsextremismus, Verschwörungstheorien: Überall herrscht Männerüberhang. Warum ist das so? Wie findet der Mann aus der Krise? Yves Bossart im Gespräch mit den Philosophen Philipp Hübl und Dominique Kuenzle über die wahren Problemzonen des modernen Mannes.

Wenn Donald Trump wiedergewählt werden sollte, dann auch, weil er sich gerne als starken Mann inszeniert und traditionelle Rollenbilder propagiert.

Viele Männer fühlen sich durch feministische Anliegen und Bewegungen wie #MeToo verunsichert, überfordert und unter Generalverdacht gestellt. Warum bringt der Feminismus so viele Männer in Rage? Was haben Verschwörungstheorien und Rechtsextremismus mit der angeblichen Krise des Mannes zu tun? Und wie soll er sein, der Mann von heute?

 

Darüber spricht Yves Bossart mit dem deutschen Philosophen Philipp Hübl sowie dem Schweizer Philosophen und bekennenden Feministen Dominique Kuenzle

Die Genderfalle

28. Januar 2020

SRF Hotspot

Männer leiden still unter dem Bild des starken Beschützers. Das kann sie krank machen und sogar tödliche Folgen haben. Und dass die meisten Väter nach wie vor ihre Familie ernähren und stärker berufstätig sind als die Mütter, kann für sie bei einer Scheidung dramatische Folgen haben.

 

Psychisch krank sein, depressiv sein, das ist für Männer nicht vorgesehen. Das erzählt uns Andres Andrekson a.k.a. Rapper Stress. Und dass er manchmal nach einem Konzert weinen müsse, das sei für seine Bandkollegen am Anfang schwierig zu akzeptieren gewesen. Stress ist nicht allein, das haben die Recherchen für diesen Podcast gezeigt: Viele Männer fühlen sich mit ihren Sorgen und Schwächen allein gelassen, nicht ernst genommen.

 

Und die Fakten geben ihnen recht: Depressionen werden bei Männern viel seltener diagnostiziert. Sie sterben früher. Bei der Witwerrente werden sie benachteiligt. Vor Richtern und Behörden zählt die Vaterrolle schlicht weniger als die Mutterrolle. Väter sind so bei einer Trennung und dem Sorgerecht für die Kinder schon von Anfang an in der Rücklage. Das bestätigt uns auch ein Anwalt. Sitzen also Männer auch in der Genderfalle? Reproduzieren sie Rollenbilder, die ihnen eigentlich schaden?

 

Hier kannst du dir die 4 Folgen der Genderfalle anhören. 

 

Emotionale Intelligenz

12. Oktober 2019

Interview mit Single-Coach Janos Horvath von deep connections


Sei ein Mann!

06. Oktober 2019

"Be a Man!" ein TEDx Talk von Joe Ehrmann

„Sei ein Mann!“ ~ TED-Sprecher Joe Ehrmann beschreibt (wirklich?), Was es bedeutet, in unserer Kultur ein Mann zu sein, und schlägt vor, wie diese Definition geändert werden sollte. Dann schlägt er ein Mittel vor, um jungen Jungen, die versuchen, ihre Identität herauszufinden, während sie zu Männern heranwachsen, diese neue Bedeutung zu vermitteln. Hervorragende Ansprache von Coach Joe Erhmann.

 

Schauen wir uns zunächst kurz an, was Ehrmann Amerikas "Mythen der Männlichkeit" nennt:

Ein Mann zu sein bedeutet, dass Sie gut im Sport oder in sportlichen Fähigkeiten (oder einfach nur stark und groß) sind. Schauen Sie sich einen Schulhof an, um dies in Aktion zu sehen.

Ein Mann zu sein bedeutet, dass Sie mit vielen Frauen Sex haben und Frauen im Allgemeinen gebrauchen möchten.

Ein Mann zu sein bedeutet, viel Geld zu haben und finanziell erfolgreich zu sein.

Hinzu kommt, dass von Jungen und Männern nicht erwartet wird, dass sie ihre Gefühle gut zeigen oder gar verbinden. Insbesondere haben 80% der Männer eine Form von Alexithymie oder „die Unfähigkeit, Gefühle in Worte zu fassen“. Männer entwickeln diese Krankheit, weil ihnen als Jungen oft gesagt wird, sie sollen aufhören zu weinen, aufhören zu fühlen, aufhören zu fühlen und sind Es ist selten erlaubt, die Gefühle, die sie empfinden, zu kennen und zu kennzeichnen (außer Wut).

 

Und wenn Männer ihre eigenen Gefühle nicht verstehen, ist es unwahrscheinlich, dass sie die Gefühle anderer verstehen oder echtes Einfühlungsvermögen für andere entwickeln.

Ein Mann in unserer Gesellschaft zu sein bedeutet also, dass Sie ein Spitzensportler sind, in der Lage sind, jede Frau zu ins Bett zu kriegen, die Sie wollen, und mehr Geld haben, als Sie ausgeben können.

Da nur sehr wenige Männer jemals diesem Ideal gerecht werden können, werden viele von ihnen „heimlich depressiv“ und isolieren sich von Beziehungen; Sie benutzen Drogenmissbrauch, um das Gefühl der Unzulänglichkeit zu unterdrücken. und / oder sie schlagen mit Gewalt aus (Gewalt ist unverarbeitete Trauer). Es ist leicht zu sehen, dass dies überall passiert. Männer, die sich isolieren, ihre Trauer und andere Gefühle mit Sucht und Drogenmissbrauch unterdrücken. Männer missbrauchen und missbrauchen Frauen und greifen häufig zu Gewalt anstatt zu offener Kommunikation.

 

Was machen wir?

 

Sei ein Mann! Eine neue Definition

 

Wir definieren zunächst neu, was es heißt, ein Mann zu sein, und die neue Definition ist einfach:

 

Nummer 1: „Das ganze Leben dreht sich um Beziehungen“, sagt Ehrmann. "Es geht um die Fähigkeit zu lieben und geliebt zu werden."

"Was bedeutet es, ein Mann zu sein? Es bedeutet, dass Sie jemandem in die Augen schauen und „Ich liebe dich“ sagen und diese Liebe zurückerhalten können.

 

Nummer 2: Ein Mann (oder eine Frau) möchte das Gefühl haben, dass sie die Welt an einem besseren Ort verlassen haben. Sie brauchen eine Sache, die ein Gefühl des „Zurückgebens“ vermittelt. Wir fühlen uns von Natur aus verpflichtet, „zurückzugeben“, und dies ist von entscheidender Bedeutung dass jeder für sich selbst erkennt, was diese Ursache (oder Ursachen) sein wird.

 

Unser Erbe als Mensch und Mensch liegt also in den Beziehungen, die wir aufbauen und pflegen, und in den Gründen, für die wir uns engagieren. Das ist es.

Das bedeutet es, ein Mann zu sein. Das bedeutet es, ein Mensch zu sein.

 

Wo können wir lernen, ein Mann zu sein?

 

Trainer Joe Ehrmann sagt, die perfekte Arena, um Jungen diese neue Definition dessen beizubringen, was es bedeutet, ein Mann zu sein, ist Mannschaftssport. Mannschaftssportarten bieten die Möglichkeit, Beziehungen aufzubauen und für eine gemeinsame Sache zusammenzuarbeiten. Mannschaftssportarten waren und sind der perfekte Spielplatz, um zu lernen, was es heißt, ein Mann zu sein. Bisher haben wir nur die falsche Botschaft vermittelt. Mit der Hilfe von Trainer Joe Ehrmann wird sich das ändern.

 

Quelle: www.wanderings.net


Männliche Rollenbilder

8. April 2019

Wann ist Mann ein Mann?

 

Für jeden Mann ist Männlichkeit etwas anderes. Was ist es für dich? Hier eine unvollständige Auswahl an männlichen Rollenbildern.

 

Peter A. Schröter: Mannsein ist weder aggressives Barbarentum noch unterwürfige Anpassung. Mannsein bedeutet die Entwicklung von innerer Stärke, Verantwortungsbewusstsein und reifer Liebesfähigkeit.

 

Anatomische Definition: Das Männliche penetriert, das weibliche empfängt.

 

James O'Neil: 1. no sissy stuff (nichts weibisches) 2. big wheels (Erfolg) 3. sturdy oak (standhaftigkeit) 4. givem hell (agressiv, heftig, wild)

 

Robert Connell: Männlichkeit ist eine Position im Geschlechterverhältnis

 

Walter Hollenstein: 

1. Für sich selber: Reflexion, Selbstkritik, Introspektion, Spass an der eigenen Entwicklung und Veränderung, Lebensfreude, Flexibilität, Selbstverwirklichung.

2. Für den Kontakt mit Frauen: Partnerschaft, Liebe und Leidenschaft, Empathie, Mitverantwortung in Beziehung und Haushalt.

3. Für die Kinder: Präsenz, Engagement, Dialog, Verantwortung, Vorbild, Auseinandersetzung und Verbundenheit.

4. Für andere Männer:  Freundschaft, Kollegialität, Kritik und Selbstkritik, Offenheit und Hilfsbereitschaft. 

 

Helmut Bartz: Das Männliche ist unterscheidend, planend und aggressiv. Es sei nicht durch natürlichen Rhythmus und Wandel bestimmt, sondern erstrebe aktiv herbeigeführte und notfalls erzwungene Veränderungen.  

 


Oh Mann! Männlichkeit in der Krise?

29. Januar 2019 

Der Club SRF

 

«Sei ein Mann» - jeder Bub weiss, was dies bedeutet. Und doch ist heute nicht mehr klar, wie ein richtiger Mann sein soll. Sein Selbstbild zerfällt. Ist er Retter oder Versteher, Macho oder Softie? Welche Rolle bleibt dem Mann?

 

Wie emotionsgeladen die Debatte um männliches Rollenverständnis ist, zeigen die Reaktionen auf den neuen Werbespot des Rasierklingenherstellers Gillette. Der Spot fordert Männer dazu auf, bessere Menschen zu sein. 25 Millionen Mal wurde er angeklickt, in den Sozialen Medien tobt ein Shitstorm. Viele Männer werten den Werbefilm als pauschalen Angriff auf ihr Geschlecht und rufen zum Boykott der Marke auf.

Denn echte Männer zeigen keine Schwäche, suchen das Abenteuer, das Risiko, die Dominanz. Dieses traditionelle Männlichkeitsbild mache krank, impfen ihm jetzt Psychologen ein. Männer begehen häufiger Suizid, sind suchtgefährdeter, vereinsamen. Toxische Männlichkeit heisst das schädliche Verhalten. Nun soll der Kerl, der im Unterhemd grilliert, aus dem Sumpf seiner giftigen Männlichkeit gezogen werden.

Längst hat der Feminismus alte Geschlechterrollen aufgebrochen. Die Diskussion schwankt zwischen Extremen. Hier der softe Frauenversteher, dort der stahlharte Macker. In der Politik gehört den männlichen Archetypen noch die Macht. Auch wegen ihres plakativ männlichen Rollenverständnisses punkten Trump, Bolsonaro und Putin an den Wahlurnen.

Wie schlimm steht es tatsächlich um den Mann? Und welche Art von Männlichkeit ist heute gefragt?

Bei Barbara Lüthi diskutieren u.a.:

 

René Schudel, Fernsehkoch und Kochbuchautor
Patrick Frey, Schauspieler und Kabarettist
Toni Bortoluzzi, alt-Nationalrat SVP
Marco Caimi, Männerarzt, Coach
Walter Hollstein, Soziologe
Markus Theunert, Männerberater, Leiter Fachstelle «maenner.ch», Psychologe

https://www.srf.ch/sendungen/club/oh-mann-maennlichkeit-in-der-krise